Kava Kava Informationen zur Wirkung und zum Konsum  
 

Informationen zur Anwendung von Kava
In den traditionellen Gesellschaften Polynesiens, Mikronesiens und auch Melanesiens war und ist der Konsum von Kava in der Regel reine Männersache, auch wenn Kava Kava in touristisch gut erschlossenen Gebieten auf Tahiti, Fidschi oder Guam auch bei rein folkloristischen Anlässen männlichen wie weiblichen Gästen angeboten wird.

Bei der Anwendung von Kava Kava empfiehlt es sich, auf Produkte auf Basis von Kava-Extrakt zurück zu greifen - beispielsweise Kava Spray. Im Mundraum erinnert die erste Wirkung bereits an das in der zahnmedizin verwendete Schmerzmittel Novocain - ein leichtes Taubheitsgefühl stellt sich ein. Da Kava Kava in Deutschland nicht mehr frei im Handel zu kaufen ist, empfehlen wir Ihnen auf andere Naturals / Herbals mit einer, dem Kava ähnlichen, Wirkung zurück zu greifen. Als Kava-Ersatz führen wir z.B. D-Stress, Wild Lettuce Kraut oder auch Calea Dream Kraut.

Auf Hawaii wurden rund 30 verschiedene Kava-Sorten für medizinische, religiöse, politische, kulturelle und soziale Zwecke von allen sozialen Klassen genutzt, sowohl von Männern als auch von Frauen. Kava hatte dort eine ähnliche Rolle wie Bier als Feierabendgetränk zum Entspannen und Lockern von Muskeln. Auch unruhigen Kleinkindern wurde Kava verabreicht, um sie zu beruhigen und besser schlafen zu lassen.

Auf vielen austronesischen Inseln war das gemeinschaftliche Kava trinken eine ursprünglich sehr intime und religiöse Zeremonie.

Auf Nauru wurde sie als Initiationsritual für junge Männer genutzt. Auch heute noch spielt das Kava-Ritual auf Nauru eine wichtige, meist festliche Rolle.

Auf Vanuatu wird Kava nachts an einem Ort namens "nakamal" ("Ort des Friedens") getrunken. Männer trinken Kava dort aus Muscheln oder leeren Kokosschalen, Frauen war der Genuss von Kava Kava ursprünglich verboten. In der traditionellen Medizin wird eine andere Kavasorte gegen Fieber, Asthma und Schmerzen aller Art verabreicht.

In Deutschland wurde Kava-Kava-Wurzelstockextrakt bis 2002 zur Behandlung von leichten allgemeinen Angstzuständen eingesetzt. Handelsnamen waren Antares, Kava-ratiopharm oder Kavasporal forte. Mit Anordnung vom 14.06.2002 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Zulassung für Kava Kava- und Kavain-haltige Arzneimittel einschließlich homöopathischer Zubereitungen widerrufen. Als Begründung werden Erkenntnisse über schwerwiegende Leberschädigungen und Reaktionen, die über ein nach den Erkenntnissen der Wissenschaft vertretbares Maß hinausgehen, genannt. So liegen dem BfArM insgesamt 39 Verdachtsfälle von unerwünschten Arzneimittelwirkungen mit Leberbeteiligung vor, davon 3 mit tödlichem Verlauf. Laut der Fidschi-Ausgabe von Lonely Planet haben jedoch die meisten Probanden dieser Studie nebenbei ausser Kava Kava auch noch andere Drogen konsumiert, die die Leber angreifen. Außerdem wird kritisiert, dass die Chemiker, die an der Studie beteiligt waren, keine Erfahrung mit dem Extrahieren und Dosieren von Kava hatten.

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